Landesreferenzstelle für Fledermausschutz

 Ansprechpartner:

Herr Bernd Ohlendorf,
Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz
Hallesche Str. 68a, OT Roßla
06536 Südharz
Tel.: 034651/2988922
Fax: 034651/298890
bernd.ohlendorf@bioressh.mlu.sachsen-anhalt.de
 

Fledermäuse? Was wissen wir darüber?

Es sind streng geschützte Säugetiere, immerhin 19 Arten in Sachsen-Anhalt! Sie fliegen mit einem Echoortungssystem in der Nacht, welches sich z.B. der Mensch bei der Verkehrsüberwachung zunutze gemacht hat.
Welche Aufgaben hat die Landesreferenzstelle für Fledermausschutz Sachsen-Anhalt?
Die Einrichtung koordiniert den Fledermausschutz in Sachsen-Anhalt. Sie organisiert und bringt sich ein bei Schutzmaßnahmen, Erfassungen der Fledermausbestände und betreut wissenschaftliche Fragestellungen.
Sie vermittelt zwischen behördlichem und ehrenamtlichem Fledermausschutz in Sachsen-Anhalt und erarbeitet fachliche Stellungnahmen zu den verschiedenen Planungen im Land. Da alle Fledermausarten nach europäischem Recht besonders geschützt sind und die EU die Bedeutung des Fledermausschutzes ausdrücklich formuliert hat, ist Deutschland, bzw. sind die einzelnen Bundesländer, gegenüber der EU berichtspflichtig.
Die Landesreferenzstelle ist im  Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz angesiedelt, weil hier, in den Karsthöhlen und –spalten, sehr viele Fledermäuse leben und dieses Gebiet somit einen landesweiten Schwerpunkt der Besiedlung dieser Artengruppe darstellt.
Die Überwachung der Fledermauspopulationen erfolgt u.a. auch durch den Arbeitskreis Fledermäuse Sachsen-Anhalt e.V.  www.fledermaus-aksa.de,
die Datenaufbereitung hingegen durch die Landesreferenzstelle für Fledermausschutz Sachsen-Anhalt. Nur durch die Symbiose beider Institutionen ist es überhaupt möglich, die aufwändige nächtliche Erfassung der Fledermausvorkommen zu leisten.
In einer breiten gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit wird über das „geisterhafte Leben der Fledermäuse“ sachlich informiert und es werden Mitstreiter für den Fledermausschutz gewonnen.
Windkraftanlagen und Fledermausschutz
Erst seit einigen Jahren ist bekannt, dass Fledermäuse in erheblichem Umfang durch Windkraftanlagen geschädigt werden können.
Die Fachberatung bei Planungen und Genehmigungsverfahren leistet die Landesreferenz-stelle für Fledermausschutz

Fledermausnacht.jpg
Europäische Fledermausnacht

In einer breiten gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit wird über das vordergründig so „geisterhafte Leben“ der Fledermäuse sachlich informiert, denn wir sind überzeugt, dass man besser versteht, was man selbst gesehen hat. So werden viele Menschen erreicht, die oft zum ersten Mal Kontakt mit Fledermäusen haben, und zugleich können Mitstreiter für den Fledermausschutz gewonnen werden. Es ist bemerkenswert, wie viele Menschen aktiv am Fledermausschutz teilnehmen und gemeinsam etwas zum Schutz der Fledermäuse leisten.



Quartierschutz


Sandtalstollen.jpg
Sicherung des Sandtalstollens
als Fledermausquartier,
Fertigstellung August 2005

In einem Beobachtungsprogramm (Monitoring) werden Fledermausquartiere in Sachsen-Anhalt überwacht und zugleich der jeweilige Bestand ermittelt, Quartiere werden hergerichtet und so für den Fledermausschutz gesichert. Ein Beispiel dafür ist der Sandtalstollen im Landkreis Wernigerode, der mit mehreren Partnern als Fledermausquartier hergerichtet wurde – dem Forstamt Elend, dem Landkreis Wernigerode, der oberen Denkmalbehörde, dem Landesamt für Geologie und Bergwesen, dem Arbeitskreis Fledermäuse Sachsen-Anhalt e.V., den Heimat- und Geschichtsvereinen Wernigerode und Darlingerode sowie einer Internetplattform.

 

 



Aufgaben der Landesreferenzstelle für Fledermausschutz Sachsen-Anhalt


Fledermauskasten.jpg
Kontrolle eines Fledermauskastens

Die Landesreferenzstelle koordiniert den Fledermausschutz in Sachsen-Anhalt. Sie organisiert Schutzmaßnahmen, erfasst die Fledermausbestände und betreut wissenschaftliche Fragestellungen.
Sie vermittelt zwischen behördlichem und ehrenamtlichem Fledermausschutz in Sachsen-Anhalt und erarbeitet fachliche Stellungnahmen zu den verschiedenen Planungen im Land. Da alle Fledermausarten nach europäischem Recht besonders geschützt sind und die Europäische Union die Bedeutung des Fledermausschutzes ausdrücklich formuliert hat, ist Deutschland und damit die einzelnen Bundesländer gegenüber der EU berichtspflichtig.

 

 

 

 

 

Landesreferenzstelle für Fledermausschutz Sachsen-Anhalt



Fledermäuse


Kleinabendsegler.jpg
Kleinabendsegler

Fledermäuse sind streng geschützte Säugetiere, von denen es allein in Sachsen-Anhalt 19 unterschiedliche Arten gibt. Sie sind nachtaktiv und orientieren sich beim Flug in der Nacht mit einem natürlichen Echoortungssystem, ähnlich solchen technischen Systemen, die der Mensch etwa für die Verkehrsüberwachung nutzt.

 

 

 

 

Mopsfledermaus.jpg
Mopsfledermaus, eine typische
Höhlenart im Biosphärenreservat

Die Landesreferenzstelle ist im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz angesiedelt, denn hier, in den Karsthöhlen und -spalten, leben besonders viele Fledermäuse. Das Biosphärenreservat ist damit ein landesweiter Siedlungsschwerpunkt dieser Artengruppe. Die Überwachung der Fledermauspopulationen erfolgt – neben anderen – auch durch den Arbeitskreis Fledermäuse Sachsen-Anhalt e.V., die Datenaufbereitung hingegen übernimmt die Landesreferenzstelle für Fledermausschutz Sachsen-Anhalt. Erst durch die Zusammenarbeit beider Institutionen ist es überhaupt möglich, die aufwändige nächtliche Erfassung der Fledermausvorkommen zu leisten.

 

 



Windkraftanlagen und Fledermausschutz


Windkraftanlagen.jpg

Erst seit einigen Jahren ist bekannt, dass Windkraftanlagen in erheblichem Umfang Fledermäuse schädigen, vor allem, wenn sie in Gewässernähe oder in Waldnähe errichtet werden. Um dies zu vermeiden, bietet die Landesreferenzstelle für Fledermausschutz Fachberatung bei Planungen und Genehmigungsverfahren.

 

 

 

Öffentlichkeitsarbeit