Umweltbildung



Hortkinder auf Insekten-Entdeckertour


Am 08. August waren wir mit den Hortkindern aus Roßla zu einer zweiten Ferienwanderung verabredet. Mit 16 Kindern und deren Hortnerin machten wir uns gemeinsam auf den Weg.
Es sollte in Roßla zum Wasserbehälter gehen, denn oberhalb davon befindet sich eine große, bunt blühende Wiese. Diese Wiese stellt für viele verschiedene Insekten einen idealen Lebensraum dar. Sie war unser Ziel, denn wir wollten mit Franziska Döll vom Biosphärenreservat diese Insekten fangen und bestimmen. Franziska Döll erklärte den Kindern, wie die Insekten z.B. Fliegen schmecken, nämlich mit ihren Vorderbeinen. Alle Insekten haben immer sechs Beine und viele haben Facettenaugen. Den Kindern machte es viel Freude mit dem Kescher über die Wiese zu flitzen und den Insekten nachzujagen. Nicht alle Versuche waren von Erfolg gekrönt. Danach wurden die Falter, Heuschrecken und Schmetterlinge natürlich alle wieder in die Freiheit entlassen. Zum Schluss durften alle Kinder eine Facettenaugenbrille aufsetzten. Sie Staunten nicht schlecht als sie hindurch schauten und alle Bilder vielfach sahen.
 

DSCN9894.JPG DSCN9907.JPG DSCN9911.JPG DSCN9914.JPG


Ferienwanderung mit den Hortkindern des Zwergenpalais in Roßla


Am 17. Juli trafen wir uns 9.00 Uhr am Schloss in Roßla. Wir, das waren 16 Hortkinder, Frau Wagner als Erzieherin sowie Karin Rost und Andreas Otto vom Biosphärenreservat.
Zu Beginn bekam jedes Kind eine leere Eierpappe, welche als Sammelbox dienen sollte.
Durch verschiedene Bilder auf dem Boden der Pappen wurde den Kindern gezeigt, nach was sie Ausschau halten sollen. So konnten z.B. ein Blatt, eine Frucht, ein Stück Rinde, ein Schneckenhaus oder eine Blüte gesucht und in die Box einsortiert werden.
Auf der Runde durch den Riethgarten und entlang der Helme gab es viel zu entdecken.
Was auf den ersten Blick wie eine Unkrauthecke aussah, entpuppte sich bei näherem Hinsehen als Schlaraffenland für unzählige Insekten.
Bei den Hummeln konnten wir Erdhummeln und Steinhummeln unterscheiden. Bei den Schmetterlingen sahen wir neben Weißlingen und Tagpfauenauge auch den Schmetterling des Jahres – das Schachbrett. Wenn man seine schwarz, weiße Musterung sieht, kann man diesen eigenartigen Namen nachvollziehen. Verschiedene Bienenarten, Käfer, Fliegen und Ameisen labten sich ebenfalls an den vielen Pflanzen.
Die verschiedenen Distelarten am Wegrand sind wahre Überlebenskünstler. Durch ihre
spezielle Wuchsform sind sie in der Lage, das wenig anfallende Wasser optimal zu ihren,
bis zu 3 Meter tiefen Wurzeln zu leiten. Man kann nur hoffen, dass diese Blütenpracht nicht übertriebenem Ordnungssinn zum Opfer fällt.
Als Höhepunkt unserer Tour bekamen wir noch den Weißstorch bei der Futtersuche zu sehen, der auf einem Schornstein in Roßla  seine Jungen großzieht.
Zum Abschluss stellte jeder seine Natur-Schatzkiste vor und zeigte den Anderen was er so alles gefunden hatte.
 

DSCN0135.JPG DSCN0140.JPG DSCN0144.JPG DSCN0146.JPG


Spurensuche war erfolgreich


Winterwanderung.jpg

Zu der bereits traditionellen winterlichen Spurensuche hatten Karin Rost, Franziska Kühne und Andreas Otto von der Verwaltung des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz eingeladen. Angesprochen waren hauptsächlich die Ferienkinder im Schulstandort Roßla. So starteten am Dienstag bei leicht winterlichen Temperaturen, leider ohne Schnee, Schülerinnen und Schüler mit Elternteilen vom Treffpunkt am Schloss aus, um nach Tierspuren in der Landschaft zu suchen.
„Wieso sind die Blätter der Brombeeren noch grün“, war eine der Fragen der Mitarbeiter des Biosphärenreservats. Wer in der Junior-Ranger-Ausbildung gut aufgepasst hatte, wusste natürlich die Antwort darauf. Auf diese Weise versorgt die Natur die Waldtiere bei hohem Schnee mit Futter. Erst mit Ausgang des Winters, wenn der Boden wieder frei ist, verlieren die Pflanzen ihre Blätter. Die Amseln nutzen die an den Bäumen verblieben Äpfel als Nahrung. Ein Tipp für zu Hause: Ausgelegte Äpfel im Garten werden von den Vögeln gern angenommen. Auch die Fichtenzapfen gehören zu den Futterquellen. Sie versorgen Mäuse, Eichhörnchen und Spechte. Die Tiere entfernen dabei die Schuppen, um an die kleinen Samenkörner heranzukommen. Dabei hinterlassen sie ein ganz spezielles Fraßbild, die Mäuse z. B. nur eine kahle Spindel. Die Spechte dagegen klemmen den Zapfen in einen Spalt in der Borke und picken mit dem langen Schnabel die Körner heraus. Das äußere Zeichen einer solche „Spechtschmiede“ sind ganze Haufen von leer gefressenen Zapfen. Karin Rost demonstrierte den Kindern vor Ort, wie das die Vögel bewerkstelligen.
Den Kindern bleiben die sehr interessanten Stunden in der Winterlandschaft gern in Erinnerung. Bewegung an der frischen Luft und dabei auch noch das eine oder andere gelernt. So machen die Ferientage natürlich doppelten Spaß.